Diktatkönigin



Vegan – ein Selbstversuch

ei

Vorneweg – ich liebe Essen.

Es schmeckt mir bis auf Kümmel und Gorgonzola eigentlich alles und ich habe auch keine Probleme etwas zu probieren, das eher eklig wirkt, seien es Hühnchenherzen oder blodpudding.

Seit acht Monaten lebe ich aber vegetarisch.
Das ergab sich eher zufällig, als mir aufgefallen ist, wie inkonsequent es ist, auf der einen Seite die Tötung von Tieren zu missbilligen und andererseits Fleisch zu essen.
Es ist nicht so, dass ich daraus ein allgemeingültiges Lebensmodell stricken wollte, für mich hat es aber gereicht. Obwohl mir Fleisch schmeckt, habe ich darauf verzichtet. Und es ging recht leicht, man besehe sich nur mal die vielen Alternativen.

Je mehr ich in dieser Zeit Aussprüche wie „Vegetarier, das geht ja noch. Aber ich versteh nicht wie jemand vegan sein kann, das ist ja krank.“ hörte, wuchs meine Neugier.
Leben ohne Milchprodukte, ohne Eier, geht das eigentlich?

  • Was ist mit Schokolade, Kuchen, Sahnesoßen, ect.?
  • Ist es nicht zu teuer in Bezug auf Ersatzprodukte wie Sojamilch und Tofu?
  • Wie schaut’s aus mit Mangelerscheinungen, haut das gesundheitlich hin?
  • Wie groß ist der Aufwand?
  • Wo steckt eigentlich überall „Tier“ drin, ohne dass wir es wissen?

Ich möchte mich hier nicht in einer Tierrechtsargumentation üben, weil mir noch das Faktenwissen fehlt, ich mich womöglich in Behauptungen verstrickte.
Stattdessen will ich die Praktikabilität unter die Lupe nehmen, wie man vegan so über die Runden kommt.

Deshalb der Versuch ab heute einen Monat, den schönen Mai lang vegan zu leben.

(Nicht zuletzt ist eine Möglichkeit bewusster mit dem Essen umzugehen, das man so zu sich nimmt. Denn jeden Tag Spaghetti mit Käsesoße aus Pulver, Toastbrot und Schoki, ohne drauf zu achten, was so drinsteckt, ohne frische Lebensmittel, das kanns ja auch nicht sein.)

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Kommentare

  1. Wow, meine Hochachtung! Ich könnte mich nichtmal dazu durchringen, vegetarisch zu leben, obwohl ich eigentlich nicht viel Fleisch esse.
    Ich werde Deine Blogbeiträge mal beobachten, vielleicht ändere ich dann doch meine Meinung. Toi, toi, toi!
    (sollte dieser Kommentar auch beim Geburtstagsmarathon erscheinen – sorry! Hatte verpeilt, dass der Link direkt neben der Überschrift sitzt)

    | Antwort Verfasst 10 years, 3 months ago
  2. * lülü says:

    Dankeschön, das macht Mut. 🙂
    Ich bin auch noch gespannt, wie’s weiter geht, aber es ist soviel leichter als erwartet und – macht Spaß. ^^

    Dein Kommentar sitzt übrigens genau an der richtigen Stelle 😉

    | Antwort Verfasst 10 years, 3 months ago
  3. Jo, bei mir läufts auch,
    ist ja alles ganz lecker, und meine Mutter hat es jetzt auch nicht ganz so negativ aufgenommen. Und meine Bekannten auch nicht – wohl, weil es in meinem Öko-Umfeld noch mehr Menschen gibt, die sowas machen.

    Tierrechte an sich, daran kann ich mich aber immer noch nicht gewöhnen!

    | Antwort Verfasst 10 years, 3 months ago


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