Diktatkönigin



Vegan I – Matsch machen

hummus-008.jpg

Für den Anfang geht’s ganz gut.

Mein Eindruck von veganem Leben kam mir, das sollt ich noch hinzufügen, in der Essensfrage langweilig vor, ich hatte das Gefühl, dass die Auswahl langweilig sein würde. So letztes Jahr etwa.
Jetzt hab ich das Gefühl, dass alles geht. Alles!
Vielleicht ist es noch etwas kurz für so eine Einschätzung, aber ich glaube, dass veganes Essen reich ist, reich an Vielfalt und Möglichkeiten. Ohne, dass einem etwas fehlt.

Gute Güte, das klingt ja arg nach Werbesprüchen, deshalb erzähl ich lieber etwas:

Ich hab Hummus gemacht. (nach diesem Rezept, so ungefähr)
Ganz alleine.
Und ohne technische Hilfsmittel!

Dazu hab ich erstmal 1 Kg Kichererbsen (hihihi) so einen Tag lang in Wasser stehen lassen, wodurch sie ungemein größer wurden. Dann hab ich die Hälfte dieser Menge zwischen einer und zwei Stunden kochen lassen, bis sie weicher wurden.
Die andere Hälfte steht übrigens immer noch in ihrem Wasser.
Danach kamen die weichen Kichererbsen in eine Schüssel und ich hab sie mit einem Kartoffelstampfer und purer Manneskraft, äh, meinen starken Armen zu Mus verarbeitet.
Das ist wahrlich leichter gesagt, als getan, macht aber auch riesigen Spaß – das Gefühl, etwas „Richtiges getan“ zu haben, hat was. Hier erwische ich mich bei dem Gedanken, wie es denn als Hausfrau so wäre. Man würde alles selber machen, hätte eine recht „tatkräftige“ Arbeit.
Aber das ist Käse. 1. so kommt die Freude am Essenmachen mit Aufwand daher, dass es etwas Besonderes, nichts Alltägliches ist und 2. erübrigt sich die Frage, da ich alleine lebe und eine Rolleneinteilung deshalb unmöglich ist. Und obwohl ich meine eigene Hausfrau bin, sieht’s hier nicht so aus als würde hier jemand wohnen, der sich mit haushälterischen Tätigkeiten beschäftigt.

hummus-001.jpg

Gut, schaut vielleicht nicht allzu lecker aus, schmeckt aber umso besser.

Irgendwann, als ich gemerkt hab, dass ich mit meinem Kartoffelstampfer nicht mehr weiterkomme, habe ich die restlichen Kicherbsen mit der Hand zerdrückt. Ich mag es ja so gerne herumzumantschen.
Dazu kam übrigens noch Tahina, von dem ich viel zu viel gekauft habe, Zitronensaft, Olivenöl, Salz, Pfeffer und – Knoblauch.
Viel zu viel Knoblauch.
Vier zerhackstückte Zehen.

Das Resultat?
So schaut’s etwa angerichtet aus, mit Olivenöl und Paprikapulver und so:

hummus-009.jpg

Da gibt’s aber noch zwei Resultate der besonderen Art:

  1. Die ganze Wohnung stinkt nach Knoblauch und ich trage dieses besondere Odeur an meine Mitmenschen heran, ob sie wollen oder nicht.
  2. Ich kann nicht mehr aufhören zu pupsen.
    Oder sagen wir besser: furzen.
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Kommentare

  1. * Soa says:

    >> Jetzt hab ich das Gefühl, dass alles geht. Alles!
    Vielleicht ist es noch etwas kurz für so eine Einschätzung, aber ich glaube, dass veganes Essen reich ist, reich an Vielfalt und Möglichkeiten. Ohne, dass einem etwas fehlt.

    | Antwort Verfasst 10 years ago
  2. * Soa says:

    Hmm…die Hälfte meines Kommentars wurde verschluckt… O_O
    Ob es daran liegt, dass hier alle möglichen Scripte gesperrt sind? Ich schaus mir zu Hause noch mal an… *grübel*

    | Antwort Verfasst 10 years ago
  3. * Soa says:

    Ah, der Rest vom Beitrag ist weg, weil ich ein paar Zeichen verwendet habe, die er als Code identifziert. Also dann nochmal:

    Jaaaaaaaa! Ja genau!! Geeeeeenau!! :))))
    Es gibt soooooooo viele leckere vegane Dinge, die man essen kann! Zu meiner Vegan-Werd-Zeit habe ich echt gestaunt, wie groß die Vielfalt und der Genuss veganen Essen tatsächlich ist. Seitdem koche ich sogar total gerne und probiere ständig irgendwas neues aus. :))))

    | Antwort Verfasst 10 years ago


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