Diktatkönigin



Eine Kiste Suppengrün. Gemischtes.

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Eine Woche und zwei Tage noch und dann – täterätätä: werde ich 20 sein. 2x 10. 5x 4. Zwei Dekaden. Kein, hoho, Teenager mehr.
Muss mich das beängstigen?
Muss mich verunsichern, dass ich nicht die geringste Ahnung habe, was ich an diesem Tag machen werde? (Ignorieren ist nicht, Geburtstage sind die schönsten Tage im Jahr, mit Sonnenschein und leichten Freundlichkeiten.)

Eine Idee habe ich allerdings: Eben von Sonnenstrahlen geweckt werden, mit Freunden, lauter Musik und offenen Fenstern ins Grüne fahren und an einem Bach, an einem Waldrand, einer von der Stadt entfernten Wiese picknicken und, ja, Musik hören.
Abends dann toll ausgehen und essen.

Weil ich aber nicht weiß wo ich jenes verheißungsvolle Stück Natur finden kann (Rhön? Taunus?), ist die Planung schwierig. Mir fehlt auch das Wissen, wer ein Auto hat, wer Zeit hat und man möchte ja allem gerecht werden können.
Deshalb gibt es auch Ausweichideen, nämlich a) reinzufeiern (zu der Zeit hab ich noch einen Gast aus Indien, der an meinem Geburtstag morgens abreist) oder b) abends in einem Park mit allen möglichen netten Menschen zu feiern.

Vielleicht, und das kann es tatsächlich werden, mache ich auch alle drei Sachen. In kleinem Kreis reinfeiern, damit man noch zum Schlafen kommt (Es ist schließlich der GeburtsTAG der genossen werden soll, nicht die Nacht davor), morgens ins Grüne fahren und dann am Abend darauf mit allen feiern. Oder auch später. Denn ich möchte alle einladen, die Lust haben zu kommen.

Aber für den Tag des 8. Juni (ist die 8 nicht eine schöne Zahl?) darf sich auch gerne spontan noch etwas anderes ergeben. Rumreisen könnte ich ja auch.
Hauptsache Sonnenschein und freundliche Aufmerksamkeiten.

Was ich letztes Jahr gemacht habe?
Es war das Abschlussmittagessen unserer Stufe in Schweden, ich habe eine Rede gehalten und ein Abschiedsgeschenk + Karte von meiner Klasse bekommen. Das Wetter war gut, natürlich, und am Nachmittag fand eine Probe für den Musiktag unserer Musikschule statt, schwedische Volksmusik für eine große Geigengruppe. (Sachen, die so leicht sind, dass man sich aus Unachtsamkeit definitiv verspielt.)
Ich hatte meine Stütze dort vergessen, fällt mir gerade ein.
(Gesungen hat leider niemand für mich. „Ja, mår hon leva, ja, mår hon leva, ja, mår hon leva uti…„)

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Geiger haben schöne Hände.
Das fasziniert mich immer wieder.
Ganz gleich ob die Finger lang oder kurz, dick oder dünn sind, Geigerhände sind immer hübsch. Gepflegt. Vielleicht sogar weich.
Es kann sich auch kein Dreck unter den Fingerkuppen ansammeln, weil die Nägel kurz sein müssen. (Bis auf die der mittleren drei Finger der rechten Hand, aber die lässt man ja nicht als einzige wachsen.)
Und das allerschönste: Wenn die Hände dann spielen.
Die Finger der linken Hand mit Präzision auf dem Griffbrett und die rechte Hand locker aus dem Handgelenk den Bogen haltend.
Wenn jemand das richtig macht, besonders die rechte Hand unverkrampft und so leicht angewinkelt den Bogen führt, fühle ich mich richtig gänsehäutig.
Weil ich das so ungeheuer schön finde.

Heute habe ich Brötchen gebacken. (Namentlich Blitzbrötchen von veganwelt.de)
Die schauen zwar aus wie Riesenmakronen, aber schmecken ganz in Ordnung. Beinah‘ wie Brötchen. Weil ich keine Waage habe, hab ich die Menge der Margarine eher geschätzt, vielleicht sind sie daran gescheitert.
Essen kann man sie trotzdem. Wie fluffige Riesenplätzchen etwa.

Dazu habe ich versucht veganen Brotaufstrich zu machen, aus Tomatenmark, Olivenöl, Essig, Pfeffer, Salz und einer Zwiebel.
Wäre ich nach den Mengenangaben meines Rezeptes gegangen, so hätten es vier Zwiebeln sein müssen.
Haha, von wegen, diese eine Zwiebel war schon zuviel des Guten, hat den Aufstrich unsagbar scharf gemacht, so dass ich Sojamilch und Brot als mildernde Umstände (höhö) hinzufügen musste. Das war aber garnicht so schlecht. Dieses Brot gibt der Pampe eine Bolognesesaucenkonsistenz, die Stückchen fühlen sich an wie Hackfleisch.
Das muss ich mir merken, denn fürs Brot war dieser Matsch zu flüssig. Aber für Nudeln…mmmh…
(Auch lustig – einen Brotaufstrich auf ein Brot, der teilweise aus dem Brot gemacht ist, auf das man ihn streicht.)

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Eine Brille, ich hätte gerne eine neue Brille. Viele neue Brillen.
Intellektuellenbrillen, Emo-Brillen, Sekretärinnenbrillen, unsichtbare Brillen.
Eine Jan Hofer-Brille gefiele mir ganz gut. Oder etwas Viereckiges, Dunkelbraunes.
Am Liebsten wäre mir eine dieser Brillen, die an alten Männern, nein, an alten Herren gut aussehen. Mir stehen diese Gestellschönheiten bloß nicht. Leider.
Ich würde mich zur Not aber auch mit Dollarzeichenkontaktlinsen zufrieden geben.

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Kommentare

  1. Brillen sind etwas tolles, nicht wahr? Ich habe aus lauter Eitelkeit zwei Stück, eine eckige mit dickem schwarzem Plastikrand und eine randlose, runde, mit vergoldetem Gestell. Eine echte John-Lennon-Memorial, sogar von einem richtigen Althippie überkommen…

    Und ich wünsch dir schonmal schönes Wetter zum Geburtstag. Wenn ich am Siebten gutes habe, sage ich ihm, dass es noch ein wenig bleiben soll.

    | Antwort Verfasst 10 years, 1 month ago


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