Diktatkönigin



Zittergedanken.

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Ich schreibe.
Die Nacht schon, immer hin und her. Für den Bundeswettbewerb Fremdsprachen.
Ich nehme mein Stimme auf, spiele damit herum, spreche, höre mir zu.
Und schreibe dann weiter.

Zwischendrin stehe ich auf, gehe aufs Klo und zelebriere das Händewaschen. Das Wasser ist eisig, zuerst, und wird dann sehr schnell sehr warm. Aus Frösteln wird Erleichterung. Ich stöhne leise auf, als die Wärme von meinen Finger den Arm hoch in meinen Oberkörper kriecht. Ich zerfließe, werde flüssig wie die Hitze auf mir. So schön. So wunderbar. Warmes Wasser.

Dann wird es heiß. Ich lasse aber nicht ab, sondern halte meine Hände unter das Wasser, bis sich die Haut zusammenzieht. Drehe meine Hände. Die Haut soll gleichmäßig brennen. Unter dem durchsichtigen Schaum wird sie rot, die Fingernägel fliederfarben.

Mir ist warm. Es tut weh.
Wasser aus. Kalte Tropfen bleiben zurück.
Meine knallpinke Haut spannt, zieht.

Ich schreibe weiter. Ein paar Sekunden schmerzende Hitze, ein Viertelstündchen normalisierende Wärme. Dann wird es wieder kalt.

Brrrr.

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