Diktatkönigin



Mein Woerterbuch kennt das Wort Traum nicht.

Heute frueh hatte ich einen schlimmen Traum. Wir sollten nocheinmal spontan auffueren, was wir wir im Mai schon in der Paulskirche aufgefuehrt hatten. Ich wurde mit halbsorgenvollen Blicken bedacht, die sagten „Schafft sie das?“, denn ich hatte damals vor vollem Haus und halbhochrangigen Publikum zweimal! den Text vergessen.
Erschreckt bin ich aufgewacht, denn das ist wirklich passiert.
Um mich wieder in den Schlaf zu wiegen, habe ich den Text im Halbschlaf murmelnd fuer mich wiederholt. Nur um sicher zu gehen. Und weil ich Anst hatte.

„Juni 1866. Ein Ereignis drueckt noch mehr auf die Gemueter der Frankfurter als die Hitze dieses Sommers. Koenig Wilhelm der 1. von Preussen hat es gewagt in Frankfurt, der freien Reichsstadt, der Stadt der Kaiserwahlen einzumarschieren.
1866? Ein Krieg zwischen Preussen und Oesterreich, den beiden maechtigsten Partnern im Bund zerreisst die deutschen Lande. Frankfurt zeigt sich kaisertreu, nimmt aber nicht am Kriegsgeschehen teil, um sich nach dem Krieg, so er denn fuer Oesterreich mit einer Niederlage endet, auch weiterhin frei positionieren zu koennen.
Doch es kommt anders. Oesterreich verliert den Krieg und Preussen platziert seine Soldaten in Frankfurt, obwohl dieses neutral war. (?) Als waere das nicht genug fordert Preussen erst 5 und dann noch einmal 25 Millionen Gulden Ausgleichszahlungen. Fuer Frankfurt ist das eine Katastrophe, ganz besonders fuer den damaligen Buergermeister Fellner. Einerseits muss er sich den voellig ueberzogenen forderungen der Preussen unterwerfen, um nicht noch mehr unterdrueckt zu werden. Andererseits muss er die erboste Buergerschaft Frankfurts vertreten, die sich mit der Besatzung durch die Preussen nicht zufrieden geben kann. Dieses dilemma treibt ihn schliesslich am 24. Juli 1866 (?) in den Selbstmord.
Aufgeschreckt durch dieses Ereignis treffen sich die beiden Buerger Herr Schuetz und Herr Eisenberg vor der Paulskirche.“

Ganz ehrlich: Beim Schreiben ist mir das Herz wieder in die Hose gerutscht. Das hat mich doch mehr mitgenommen, als ich dachte

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