Diktatkönigin



Was mir eben auffiel:

Ein Weilchen grübele ich so vor mich hin, ob es nicht ausgesprochen prima sei, als Junge mit Mädchenattributen und so infantilem Schmuck zu spielen. Ob es nicht etwas Feines sei, aus der Geschlechterrollenhüllenhaut auszusteigen. Von meiner Mädchenperspektive gesehen: Wenn ich ein Junge wäre, ich würde aus der Rolle ausbrechen. Spangen im Haar tragen. Ein Feminist sein und auch nicht schüchtern damit. Ein Regenbogen. So etwa.*

Mädchen mit Jungenzeug kam mir im Vergleich dann eher langweilig vor. Fällt auch nicht so auf. Aber: Wenn ich mir etwas Mühe gebe, dann kann ich die Grenzen weiter verwischen. Nicht nur sind die Haare kurz, nein, was mir eben auffiel, ist, dass meine Brüste so klein sind, dass es ein Leichtes sein muss, zum Dragking zu werden. Yay!

Oder: Mit Jungenkleidung und Jungenfrisur Mädchenschmuck tragen. Oder dazu die Nägel lackieren. Zweifel sähen und schönes Staunen.

*(Vielleicht würde ich das aber auch nur sein wollen, weil mich das kribbeln macht wie nix. Zum sich selbst sehr toll finden, weil ich sowas bei Jungen halt unglaublich toll finde. Hach.)

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Kommentare

  1. Wenn ich jetzt böse wäre, könnte ich einfach sagen: Gab’s ja schon, David Beckham damals, und alles in allem total 90’s. Bin ich jetzt aber mal nicht 😉

    Nein, ich finde die Idee – die Idee! – gut. Klasse. Nicht, dass ich sie umgesetzt hätte – Äußerlichkeiten stehen mir nicht gut zu Gesicht, obwohl ich durchaus eine Neigung zu Ungewöhnlichem habe (ich habe mit Schuhe mit Blümchen drauf, hehe) – aber ich finde sie umsetzenswert.
    Provozieren! Verwirren! Traditionen umstoßen! Ist das nicht das Größte? – im übrigen solltest du dir mal etwas zur japanischen Visual Kei-Kultur anschauen; die setzen das um. Dieses Video von Malice Mizer ist ein ganz schönes Beispiel dafür (und ein viel hübscheres Spiel mit den Geschlechterrollen als das Outfit von Marilyn Manson).

    | Antwort Verfasst 9 years ago
  2. * lülü says:

    Das Beckhamphänomen beschreibt glaube ich etwas anderes, als das, was ich meine. Er würde, glaube ich, keine Blümchenschuhe tragen. 😉
    Dass du so Schuhe hast, finde ich toll.

    Mir fiel vorhin nämlich noch etwas auf: In meiner Bewunderung für Jungs, die sowas machen steckt nicht nur, dass ich finde, dass das toll aussieht (btw: Jungs in Röcken, woohoo!), sondern auch Respekt, weil so Kleinigkeiten von Jungs mehr Mut erfordern als theotherwayround bei Mädchen.

    | Antwort Verfasst 9 years ago
  3. Jungs in Röcken… ich muss sagen, ein Schottenrock war mir bisher einfach zu teuer. Sonst hätte ich das sicher mal gemacht 😉

    In der Tat ist für Mädchen heute leichter, stilistische Grenzen zu überspringen, als für Jungs – da hat sich in den letzten 50 Jahrzehnten vieles getan. Das nicht alles einfach möglich ist, habe ich an meiner Schwester gesehen – abrasierte Haare (in vor-Britney-Zeiten) haben ihr doch einige Anfeindungen eingebracht, selbst an unserer toleranten Schule. Aber ich glaube, Lippenstift bei mir hätte noch einiges mehr an Aufruhr zur Folge…

    | Antwort Verfasst 9 years ago


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