Diktatkönigin



Es schreibt sich nicht, es denkt sich nur.

Erkenntnis, ich habe tatsächlich etwas erkannt:

Egal, was ich tue, ich werde meine Fehler nicht entschuldigen und nicht wiedergutmachen können. Und wenn ich sie zu vermeiden suche, ich werde sie trotzdem begehen. Sogar wenn ich sage, nö, ich halt das nicht aus so schlecht zu sein und Ärger und Kummer zu machen und zu weit zu gehen und für Unwohlsein zu sorgen, find ich doof, ich geh jetzt mal, dann mache ich damit genau das. Einen dieser Fehler.

Was also tun?
Darauf aufpassen, nur wirklich Überlegtes zu sagen? Klappt nicht.
Garnichts sagen, um nichts Dummes zu sagen? Klappt nicht.
Fehler räumlich vermeiden? Hallo?! Klappt nicht.

Nochmal. Was also tun?
Akzeptieren, dass ich auch dumme Sachen sage. Weil jeder dumme Sachen sagt. Die anderen mag ich ja auch noch.
Akzeptieren, dass ich mich nicht schämen muss. Alter, die Welt ist kein Tribunal! Vergeltung an sich selbst zu üben hilftnichthilftnichthilftnicht.
Sich im Kopf und am Menschen vielhundertmal in Entschuldigungen zu üben auch nicht. (Passiert trotzdem. Es tut mir leid. Und zwar sehr.)

Sooft versucht auf meine Worte Konsequenzen folgen zu lassen, dass die Konsequenz nur sein kann, die Konsequenzen abzuschalten.
Ich sage dumme Sachen. Du aber auch. Ich mag dich trotzdem. Dann du mich ja auch!?

(Bild von Martin Firrell)

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Kommentare

  1. Das ist aber fatalistisch 😛 Der Schlusssatz ist klasse 🙂

    | Antwort Verfasst 8 years, 8 months ago


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