Diktatkönigin


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Na super.

Ich hab es geahnt. Das konnte ja nicht klappen.
Aber als mein Juso-Freund erklärte, dass Andrea Ypsilanti sich solange wählen lassen wolle, bis es klappt, da habe ich mich mal gedanklich drauf eingelassen. Könnte ja vielleicht doch. Wer weiß.

Am Mittwoch noch den Roland reingelegt, weil der Horst schon weg war, kichernd um ihn herumgelaufen, seine Bodyguards aufmerksam gemacht, hin und her, einen dummen Kommentar eingefangen und prustend weg. Da haben wir ja noch gedacht, hihihi, der Roland, der fühlt sich gerade bestimmt nicht so prima, ist ja nicht mehr lange MP.
Von wegen.

Nur dass es so passiert, hat mich ein wenig überrascht.
Ich habe für die Empörung über die Linke kein so großes Verständnis. Da sind ja auch vorherige Sozialdemokraten und Wasg-Leute drin. Kritik an der SED und Gewissensbisse also? Aber stehen die Abgeordneten der Linken für die Verbrechen der SED? Wie sieht’s aus mit dem Parteiprogramm?
Die CDU ist als Partei schließlich nicht verwerflich, weil sie Auffangbecken für Altnazis war. (Und nein, ich nenne die CDU nicht Nazipartei.)
Aber niedlich, dass man sich hier und auf der anderen Seite des Atlantiks den gleichen Buhmann teilt.

Ich glaube, Ypsilantis taktischer Fehler war es, Walter nicht mit einem Ministerposten ruhigzustellen.
Wie auch Neuwahlen taktisch ungünstig für die SPD wären. Und teuer, auch für die anderen Parteien.

Man soll den Tag nicht vor der Heide Simonis loben.

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Nicht nur bei der SPD hapert’s. Dieser Tag ist eine Fortsetzung in persönlichem Totalversagen. Kein Spaßtag. Ein Angsttag.

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Trackbacks & Pingbacks

  1. udo.springfeld.eu/blog » SPD-Rechte in Hessen proben Aufstand: Reaktion der Blogosphäre pingbacked - 8 years, 7 months ago

Kommentare

  1. Das Ypsilanti am Ende wahrscheinlich, wie du schreibst, darüber gestolpert ist, dass sie Walter keinen Ministerposten gegeben hat, ist das tragische an dieser Geschichte.

    Gerade _das_ sie Scheel statt Walter nominiert und sich damit für die fachliche Alternative entschieden hatte fand ich sehr sympatisch. Aber das Schicksal der Demokratie ist es wohl, dass ihre Protragonisten noch lange keine Demokraten sind.

    | Antwort Verfasst 8 years, 7 months ago


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