Diktatkönigin



Rauhnächte – Januar

Es müsste ja wieder soweit sein, dass unsere Träume uns bis zum sechsten Januar Voraussagen für die Monate des nächsten Jahres machen. Es traf zwar dieses Jar nichts zu oder lies sich nicht mal mit viel Phantasie als zutreffend deuten, trotzdem mag ich das Spiel.

Der Januar in Notizen

Eine Freundin testet Jahrzehnte alte Nagellacke in ihrem Chemieunterricht. Hundert sind auf Tischen um den Raum herum aufgereit. Ich laufe herum, frage sie, ob ich auch Nagellack ausprobieren könne. Ich darf und fange an. Ein glitzernder Regenbogen sollen meine Nägel werden. Gelb am kleinen linken Finger. Orange am Ringfinger. Rot am Mittelfinger. Da hört es auf. Der Lack ist alt und dick verklebt, das wird nichts. Suche ein anderes Rot, finde schönes (das aber nicht glitzert), es ist nur so wenig, dass ich es anspucken müsste, um es zu verdünnen. Klappt nicht. Ich lasse es.
Dann reiße ich dicke Wurzeln vom Rand buntgewebter Ichweißnichtwasmaterialien, die lassen sie ganz leicht abpfropfen, rausdrehen. Am Ende habe ich viele Taschen, bunt, klein und auch zwei große, in die stecke ich die kleinen. Ich will sie behalten, für meine alte Sportlehrerin ist das auch okay, aber am Ende werden die Taschen zu einem Menschen zusammengesteckt und einer jungen Frau geschenkt, die in Afrika ihr Praktikum machte.

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