Diktatkönigin



Rauhnächte – Juni und Juli

Der Juni ist kurz: Ich träumte, etwas über eine Freundin gesagt zu haben, das sie verletzt hat. Dabei war es nicht so gemeint gewesen. Ein Missverständnis? Jedenfalls nur ein Traum. Hoffentlich doch nicht der Juni.

Einen Monat später bin ich Pinguin unter anderen Pinguinen, wir alle Schüler in Kostümen, die sich an einem Kissenberg an der Wand als Pinguinberg beklettern. Ist eine Aufgabe für den Powi-Unterricht. Für eine andere Aufgabe sitzen sich zwei Schülerinnen gegenüber, stecken jeweils eine halbe Apfelscheibe rechts hinten in ihre Unterhosen. Sie führen etwas auf, das dann vorbei ist, als es anfängt. Ich verstehe die Aufgabenstellung dieser Gruppenarbeit nicht. Das macht mir Angst, weil ich ja auch eine Aufgabe erfüllen muss.
Dann übernehme ich den Thekendienst eines Bekannten, die gespülten Gläser haben Milchschaumränder, ich putze sie deshalb selbst und halte sie lange unter den Wasserhahn, damit das Wasser, das ich zwei seiner Freundinnen bringen soll, auch schön kalt ist.
Insgesamt besteht der Traum aus dem Gefühl, die Aufgaben, die anstehen, nicht schaffen zu können, zu schwach zu sein, nur zusehen zu können, den Kopf zu schütteln und zu denken, zu sagen: „Nein, ich nicht, ich kann noch nicht.“
Die angedachten Aufgaben stehen aber im Januar an, nicht im Juli. Es gibt sie wirklich.

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