Diktatkönigin



Nur um es für den Moment festzuhalten

Wie ich versuche, diesen hübschen Jungen zu küssen, seine ebenso hübsche Schester durfte ja schon, wie ich ihn unter die Treppe des Literaturhauses ziehe, aber es ist nicht schön. Wir machen zwar und er macht mit und es war ein Deal zwischen uns und er hat selbst ‚ja‘ gesagt, aber es war nicht schön.
Wie ich von ihm ablasse, auf seinem Hemd steht „Schwul“, das wusste ich vorher schon, er mir zustimmt, dass das nicht schön war, er als Katze in die Garderobe laufen will und ich ihm die Tür vor der Schnauze zuschlage. „Als Katze kann ich dich da nicht reinlassen“, das muss er wissen, er würde die Mäntel zerkratzen.
Wie ich in diesem verschneiten Dorf stehe und die Musikschule suche, den vielen Menschen an der Gabelung nach links folge und am Ende des Dorfes etwas Bürgermeisterliches nach dem Weg frage.
Wie ich umkehre, an der Gabelung rechts, weil sie am polnischen Ende des Dorfes liegt, die Musikschule, das sei noch ein Stück von Restschwaben, und wie ich sie finde, tatsächlich. Alle suchen noch nach einem Celloersatz, aber das spiele ich nicht.
Wie ich weiße Rosen verschenken will, an alle Beteiligten eines Theaterstückes und eine große an die mir Liebsten. Am Ende wird zu „Märchen schreibt die Zeit“ getanzt, in Ballkleid und schäbiger Inszenierung.
Wie ich aufwache und nicht mehr weiß, an wen die Rosen gehen sollten.
Wie der Kopfkrampf der letzten Woche in allem noch immer mitschwingt.

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