Diktatkönigin



Wann es nervt, ein Lächelmädchen zu sein.

Kaufe eine Herrenuhr an einem Uhrenstand in einer beliebigen Einkaufsmeile einer mittelgroßen Großstadt. Ich will schon seit einer Weile eine große, altmodische Herrenuhr. 300 bis 900€ möchten Juweliere für way too much Kitch. Hier nur 5€ für braunes Lederimitat und silberne Zeiger, silbernen runden Rahmen. Die Typographie der Ziffern entspricht dem Preis. Das Verkaufsgespräch auch. „Mit dieser Uhr laufen dir alle Jungs hinterher.“ (Genau was ich wollte. Mit einer Herrenuhr.) Der Verkäufer besteht darauf, sie mir umzulegen. Wie nett. Seine Uhrenstandkollegin weist er an, ein weiteres Loch in das Armband zu bohren, ohne ein Bitte. Als er mit meinem Handgelenk fertig ist, gebe ich ihm drei 2-€-Münzen. Er lässt sich von ihr einen Euro geben (wieder ohne Bitte), nimmt meine Hand und tut so, als ließe er den Euro hineinfallen. Ahja. Ungelenk ‚zaubert‘ er ihn aus seiner Hand. Gibt ihn mir doch. Guckt ernst. Sagt: „Was machst du bloß mit mir?“

Eine Uhr kaufen wollte ich. Und was machst du? Wichser.

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